Das Stillleben des 1891 in (Wuppertal-) Barmen geborenen Maximilian Klewer präsentiert eine Reihe von gemusterten Stoffen, die, vertikal nebeneinander arrangiert, ein dichtes Ensemble ergeben. Muster aus Schwarz und Weiß, gestreift oder kariert, dominieren die Szene, die mit roten Akzenten belebt wird. Am auffälligsten ist das Tuch links im Bild, mit einem großen sternförmigen Motiv in der Mitte, welches von filigranen, floralen Strukturen umrankt wird und an Teppichkunst aus dem zentralasiatischen Raum erinnert. Die anderen Stoffe sind schlichter, teilweise mit Fransen versehen, teilweise sind noch die Bügelkanten zu erkennen. Die Tücher liegen auf einem Tisch, den sie vollständig unter sich bedecken. Der Maler wählte für sein Stillleben lokale Motive aus. Auf dem Tisch steht beispielsweise – als größtes Objekt im Bild – eine kupferne „Dröppelminna“, eine bauchige Kaffeekanne mit Zapfhahn, die typisch für die Bergische Kaffeetafel ist.
Klewer besuchte von 1906 bis 1910 die Barmer Kunstgewerbeschule. Während dieser Zeit lernte er, nach dem Vorbild der Natur zu zeichnen und zu malen: Es entstanden zahlreiche Akt-, Pflanzen- und Tierstudien sowie farbintensiv und pastos gemalte Landschaften. Einen großen Platz in seinem Werk nehmen neben Selbstbildnissen auch Stillleben, wie das „Tassenstillleben“ aus dem Jahr 1919, ein.
- Ort & Datierung
- 1919
- Material & Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- 120 × 100 cm
- Museum
- Nachlass Dr. Evelyn Lehmann
- Inventarnummer
- X26.196