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#216

Häuser, Turm und Gebirge

Grossberg, Carl (1894-1940) | Künstler:in

01:18

Bei diesem farbintensiven Bild handelt es sich um eines der frühesten erhaltenen Gemälde im Œuvre Grossbergs. Es entstand 1919/1920 in Weimar, als der Maler am Staatlichen Bauhaus – zunächst auf Probe – studierte.

Die dargestellten Elemente in „Häuser, Turm und Gebirge“ gestaltete der Maler aus einfachen geometrischen Grundelementen und verzichtete dabei auf Details und Ausschmückungen. Die drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau sowie Grün bestimmen die Szene. Zentral ist der schlanke Turm eingesetzt, der von etlichen Häusern umgeben wird. Das dahinter liegende Gebirge türmt sich bis zur Bildkante auf, so dass der Blick in einen weiten Hintergrund verstellt und der Bildraum verflacht wird. Ein unbestimmbares Licht rechts hinter dem Turm scheint das Gemälde von hinten zu durchleuchten.

Grossbergs wichtigster Lehrer im Bauhaus war Lyonel Feininger, mit dem er auch nach seinem Fortgang 1921 in Verbindung blieb. Das Gemälde zeigt deutlich den Einfluss des Lehrers, sowohl in der Formensprache als auch bei kompositionellen Entscheidungen. Ferner lässt sich auch die Lehre von Johannes Itten, bei dem Grossberg einen Vorkurs absolvierte, erkennen, besonders in Hinblick auf die Farben.

Ort & Datierung
1919/20
Material & Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
75,5 x 55 cm
Museum
Privatsammlung Deutschland [Eggerbauer, Köln]
Inventarnummer
X26.015
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