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#243

Papiermaschine

Grossberg, Carl (1894-1940) | Künstler:in

01:29

Anknüpfend an seine Tätigkeiten im Bereich der Raumgestaltung, entwickelte Grossberg 1931 für die Norddeutsche Tapetenfabrik Hölscher & Breimer (NORTA) in Langenhagen nahe Hannover die sogenannte „Grossberg-Eintontapete“. Dabei handelte es sich um ein Raufaserprodukt, das in einer Skala von insgesamt 77 zarten Pastelltönen angeboten wurde, die Grossberg so auswählte, dass sie sich perfekt kombinieren lassen. Die „Grossberg-Eintontapete“ war ein großer Erfolg.

Das vorliegende Gemälde setzt monumental eine Tapetendruckmaschine ins Bild, die bei der Tapetenproduktion von NORTA zum Einsatz kam. Die Maschine steht gerade still, Papierrollen befinden sich links auf dem Boden, im Hintergrund hängen orangefarbene Tapeten zum Trocknen. Der Blickwinkel, aus dem Grossberg die Maschine dargestellt hat, zeigt, wie die Farben auf das Papier aufgebracht werden: Man sieht die Riemen, die die Papierrolle durch die Maschine bewegen, die Trommel, um die das Papier gewickelt ist, und die sechs Druckzylinder, die verschiedene Farbschichten auf das Papier geben. Das Gemälde wurde auch unter den Titeln „Tapetenfabrik“ und „Tapetenmaschine“ ausgestellt.

Auch Eduard von der Heydt hatte in jener Zeit erwogen, Grossberg für die Farbkonzeption seines neuen Hotels auf dem Monte Verità bei Ascona zu beauftragen. Am Ende jedoch erhielt der Architekt Emil Fahrenkamp den Zuschlag.

Ort & Datierung
1934
Material & Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
90 x 116 cm
Museum
Privatsammlung [via Fr. v. Arnim]
Inventarnummer
X26.129
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