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#228

Amsterdam, Brouwersgracht

Grossberg, Carl (1894-1940) | Künstler:in

01:26

Im Sommer 1925 unternimmt Grossberg eine zweiwöchige Studienreise nach Amsterdam und Zandvoort. Vor Ort entstehen etliche Skizzen und Aquarelle, im Anschluss auch einige Gemälde, wie diese Ansicht der Brouwersgracht in Amsterdam. In dem Gemälde stellt Grossberg sechs typisch niederländische Grachtenhäuser frontal dar, die hoch im Bild aufragen und fast die gesamte Fläche einnehmen. Er wählt teilweise leuchtende Farbe, wie ein Signalrot oder ein kräftiges Indigoblau. Die Gracht davor ist nur ein schmaler dunkler Streifen, auf dem zwei Boote liegen. Eine Reihe von Holzfässern links sowie eine zweite Reihe aus blauen, liegenden Fässern rechts stehen entlang des Gehwegs, eine hölzerne Schubkarre ist abgestellt. Menschen sind nicht zu sehen.

Die Brouwersgracht, ein zentral, unweit des Hauptbahnhofs gelegener Kanal, verbindet den Singel mit der Singelgracht. Zudem markiert er die nordwestliche Grenze des Grachtengordel. Die an den Kanälen gebauten Grachtenhäuser zeichnen sich durch ihre schmale hohe Gestalt aus. Sie sind bekannt für ihre steilen Giebel, die oft mit einem Kran versehen sind, der dem Transport diente, wie auch im vorliegenden Gemälde zu erkennen. Darüber hinaus lassen sich mehrere Bezeichnungen an den Häusern und auch an einem Boot erkennen, wie beispielsweise „Melkbussen“, was übersetzt „Milchkannen“ heißt.

Ort & Datierung
1925
Material & Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
50 x 60 cm
Museum
Merrill C. Berman Collection, Rye, New York
Inventarnummer
X26.072
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