Den größten Teil dieses 1925 entstandenen Gemäldes nimmt der Himmel ein. Im unteren Abschnitt ist eine in Gelb ausgeführte Fläche wahrzunehmen, darüber eine grau-weiße Zone, die flächenmäßig am größten ist und in helles Blau übergeht. Der Horizont liegt in etwa auf dem unteren Bildviertel. Die titelgebende Dorflandschaft besteht aus einer überschaubaren Anzahl von rot bedachten kubischen Häusern, die wie Bauklötze ohne weitere Details gestaltet wurden. Dunkle Schatten fallen nach links. Die nicht sichtbare Sonne muss also rechts außerhalb des Bildraumes stehen. Die Felder im Vordergrund bestehen aus unterschiedlichen Farbflächen und laufen auf einen Fluchtpunkt zu, der sich hinter dem kubischen Turm befindet. Dieser stellt den höchsten Punkt im Gemälde dar. Doch das eigentliche Wahrzeichen der kleinen Gemeinde Erlach ist der links daneben befindliche Turm der Simultankirche St. Johannes, der hier eher unscheinbar anmutet. Der Kern des dreigeschossigen Chorturms stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Das ursprünglich nur bis zum Beginn der Empore reichende Langhaus wurde 1793 erweitert. Der Turm wird von einer Glockenhaube bedeckt, die im Gemälde in ihrer Form gut erkennbar ist.
Grossberg wählte einen weit entfernten Standpunkt und eine auf das Wesentliche reduzierte Gestaltung des Dorfes. Die Gebäude schließen sich dabei zu einer Gruppe zusammen, in der keines besonders hervorgehoben wird. Diese Darstellungsweise lässt sich häufig in den Stadt- und Dorfansichten des Malers erkennen.
Weitere Medien
- Ort & Datierung
- 1925
- Material & Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- 38 x 48 cm
- Museum
- Privatsammlung [Sigrid Goßmann]
- Inventarnummer
- X26.093