Das Wuppertaler Gemälde „Stillleben: Die Elemente“ (1931), welches früher auch mit „Der Traum“ betitelt war, zeigt den Blick in einen engen Raum mit einer großen Fensteröffnung in der schwarzen Wand. Neben der Fensteröffnung befinden sich zwei Figuren, scheinbar schwebend, bei denen es sich um Tilman Riemenschneiders steinerne Portalfiguren Adam und Eva von der Würzburger Marienkapelle handelt. Eine weitere Öffnung findet sich vorn im Bild, zwei Röhren, fast wie eine Leiter, führen in das Loch. Der Ein- bzw. Durchblick wird jedoch verwehrt. Allerlei stilisierte Objekte – Kugeln, Rohre, Platten – befinden sich daneben, die weder einer korrekten einheitlichen Perspektive entsprechen, noch eine realistische Situation wiedergeben. Der dargestellte Bildraum und die darin enthaltenen Objekte lassen sich also weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick erschließen; eine narrative Logik gibt es hier nicht. Grossberg stellt die Betrachtenden auch mit diesem „Traumbild“ vor ein Rätsel.
Geschickt verbindet Grossberg hier reale und unwirkliche Momente, die er kühl und nüchtern in Szene setzt. Das Gemälde besticht formal durch den Hell-Dunkel-Kontrast, den der Maler mit einigen abgetönten Farben auflockert.
Weitere Medien
- Ort & Datierung
- 1931
- Material & Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- 90 x 70,5 cm
- Museum
- Von der Heydt Museum
- Inventarnummer
- G 0830