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Raum 7: Maschinen

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Sein erstes Maschinenbild malt Grossberg 1924: das „Stillleben mit Turbine“. Im selben Jahr erhält er von der Würzburger Druckmaschinenfabrik Koenig & Bauer seinen ersten Auftrag aus der Industrie.

In den späten 1920er Jahren werden Motive aus Technik und Industrie bestimmend für Grossbergs Werk und dessen öffentliche Wahrnehmung. 1928–29 ist er prominent in zwei Themenausstellungen über „Kunst und Technik“ vertreten: am Museum Folkwang Essen und im Verein Berliner Künstler. Es folgen Bestellungen für Bildserien von großen Industriebetrieben. So zeichnet und malt er etwa die Produktionsanlagen bzw. Räume der Hamburger Ölfabrik Brinckmann & Mergell (HOBUM), der Hamburger Kaffeerösterei Brehmer & Wagner oder der Weberei Pott & Hinrichs in Wuppertal-Elberfeld.

Ab 1933 verfolgt Grossberg die Idee eines „Industrieplans“: einer geschlossenen Gruppe von 15–20 Bildern, die durch Deutschland reisen und ihm Aufmerksamkeit und weitere Aufträge bescheren soll. Realisieren kann er sie nicht. 1934–39 liefert er regelmäßig Illustrationen zu den Themen Technik und Industrie für Westermanns Monatshefte.

Grossbergs detailgenaue Darstellungen wirken geradezu fotografisch. Und tatsächlich fußen sie vielfach auf fotografischen Vorlagen. Dabei zeichnen sie mit ihren klaren Farben, ihrer straffen Komposition und ihrer Menschenleere ein zwiespältiges Bild des Fortschritts.

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