Als Student am Bauhaus versteht Grossberg sich als Maler und fügt sich insofern nicht der Linie der Schule, die alle Künste im „Bau“ vereinen will. Dennoch betont er nach seinem Weggang aus Weimar, sich dem „Bauhausgedanken“ verpflichtet zu fühlen, also dem Ziel, die moderne Lebenswelt insgesamt zeitgemäß zu gestalten.
Ab 1927 schlagen Lehre und Haltung des Bauhauses sich in einer Reihe von architektonischen Projekten nieder, mit denen Grossberg in wirtschaftlich schwerer Zeit seine Einkünfte aufbessert. Zweifellos kommt ihm dabei auch seine Ausbildung als Architekt an den Hochschulen in Aachen und Darmstadt 1913–14 zugute, die er aufgrund des Ersten Weltkriegs unterbrechen musste.
Im Rahmen größerer Projekte arbeitet Grossberg mit namhaften Architekten zusammen, in Berlin u.a. mit Erich Mendelsohn, einem der wichtigsten Vertreter modernen Bauens in Deutschland. Zeitweise betreibt er in Nürnberg eigens ein Büro, um dort Interieurs für wohlhabende Privatleute vielfach jüdischer Herkunft zu planen.
Auch der große kommerzielle Erfolg der Grossberg-Eintontapete ist aus der malerischen Sensibilität des Künstlers zu erklären. Er entwirft sie 1931 für die Norddeutsche Tapetenfabrik Hölscher & Breimer (NORTA) in Langenhagen vor Hannover.