Frame of a mobile phone QR-Code

Raum 8

Paris, 1920er Jahre / 1950er und 1960er Jahre

In Paris formiert sich Anfang der 1920er Jahre um den Schriftsteller und Kritiker André Breton die surrealistische Bewegung. 1924 veröffentlicht er das „surrealistische Manifest“. Ziel der Künstler*innen ist es, eine übergeordnete Wirklichkeit, eine „Überwirklichkeit“, zu zeigen. Auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, wie der Psychoanalyse Sigmund Freuds, werden neue Wege erkundet, um die Kräfte des Unterbewusstseins freizusetzen. Im Surrealismus (wörtlich „über dem Realismus“) übernehmen das Absurde und Irrationale die Herrschaft über Logik und Vernunft.

Zur Pariser Gruppe der Surrealist*innen gehört auch der deutsche Maler Max Ernst. Im Laufe der Zeit kommen Salvador Dalí, Joan Miró, René Magritte und Luis Buñuel dazu. Von Paris aus verbreitet die Bewegung sich rasch international. Während des Zweiten Weltkriegs emigrieren zahlreiche Künstler*innen, etwa Yves Tanguy, in die USA, wo es zu einer zweiten bedeutenden Phase kommt. Richard Oelze, der 1933 in Paris Ernst, Dalí und Breton kennenlernt, führt sein Werk während der 1950er und 60er Jahre in Deutschland fort. Als Nachfolger des Surrealismus gilt u. a. der Autodidakt Jean Dubuffet. Auf der Suche nach einer neuen Ursprünglichkeit schafft er Werke, die akademische Ideale gezielt unterwandern.

0:00
Offline