Frame of a mobile phone QR-Code

#150

Schwarzensee

Oelze, Richard (1900-1980) | Künstler:in

Richard Oelze (1900–1980) begann seine künstlerische Laufbahn mit einer Ausbildung zum Lithografen, bevor er von 1921 bis 1925 am Bauhaus in Weimar und Dessau studierte. Anschließend setzte er seine Ausbildung an der Dresdner Kunstakademie fort, wo er von Otto Dix unterrichtet wurde.

1933 zog der gebürtige Magdeburger nach Paris, wo er mit den Surrealisten André Breton, Max Ernst, Yves Tanguy und Salvador Dalí in Kontakt kam. Diese Begegnungen prägten sein künstlerisches Schaffen nachhaltig. Mit seinen Werken nahm er an wichtigen internationalen Ausstellungen teil, darunter an der documenta II und III in Kassel und der Biennale in Venedig 1968. Oelze zählt zu den bedeutendsten Vertreter*innen des Surrealismus in Deutschland.

Charakteristisch für seine Malerei ist die Verbindung von abstrakten Strukturen und gegenständlichen Motiven, was sich auch in dem Gemälde „Schwarzensee“ von 1960 zeigt. Entstanden ist es in Worpswede, wo Oelze nach dem Zweiten Weltkrieg lebte. 1963 gelangte das Bild in die Wuppertaler Sammlung. Es zeigt eine detailreiche Landschaft, die typisch für Oelzes Kunst ist: ein Spiel zwischen Abstraktion und surrealer Vision. Der Titel weckt die Assoziation mit einer geheimnisvollen Unterwasserwelt, dunkel und traumhaft zugleich. In den fantasievollen Strukturen – die neben aufgewirbeltem Sand auch an Baumrinden oder Tropfsteinhöhlen erinnern – tauchen vor dem betrachtenden Auge schemenhafte, fast menschliche Figuren auf. Doch sie lösen sich sofort wieder auf und verschmelzen mit der Umgebung.

Ort & Datierung
1960
Material & Technik
Leinwand
Abmessungen
80,5 x 100 cm
Museum
Von der Heydt Museum
Inventarnummer
G 1104
0:00
Offline