Max Slevogt führt zusammen mit Max Liebermann und Lovis Corinth den deutschen Impressionismus an.
Slevogt (1868–1932) wuchs in Würzburg auf und absolvierte sein Kunststudium in München. Der große Durchbruch gelang ihm in seinen Dreißigern in Berlin. Hier löste er sich stilistisch endgültig vom dunklen Realismus und setzte sich zunehmend mit dem französischen Impressionismus und der Pleinair-Malerei auseinander. Der aus Landshut stammende Künstler war nicht nur malerisch tätig, sondern machte sich auch als Zeichner, Grafiker und Illustrator einen Namen.
Nach seinen Erlebnissen als Kriegsmaler zu Beginn des Ersten Weltkriegs zog Slevogt sich auf sein Landgut Neukastel in der Pfalz zurück. Dort entstanden neben Landschaftsbildern und Porträts seiner Familie auch Stillleben.
Hier fängt Slevogt seine tiefe Verbundenheit mit der pfälzischen Landschaft ein: Von einem erhöhten Standpunkt in den Weinbergen aus eröffnet sich ein weiter Blick über die Täler des Pfälzerwalds. An diesem Spätsommerabend taucht die tief stehende Sonne den Himmel in ein warmes Gelb, umhüllt von einem zarten Rotschleier.
Der Pinselstrich ist leicht und dynamisch. Der stellenweise pastose Farbauftrag verleiht Elementen wie der Sonne und den Blättern im Vordergrund einen besonderen Reiz. Mit einem feinen Gespür für die flüchtige Atmosphäre und das Lichtspiel des Sonnenuntergangs hält Slevogt das Gesehene fest.
- Ort & Datierung
- um 1918
- Material & Technik
- Leinwand
- Abmessungen
- 62 x 68 cm
- Museum
- Von der Heydt Museum
- Inventarnummer
- G 0594