Frame of a mobile phone QR-Code

#24

Haus im Garten

Erbslöh, Adolf (1881-1947) | Maler:in
Heydt, August von der (1851-1929) | Vorbesitzer:in
Heydt, Eduard von der (1882-1964) | Vorbesitzer:in

02:11

Adolf Erbslöh wurde 1881 in New York geboren und wuchs in Barmen auf. Er begann zunächst eine kaufmännische Ausbildung und folgte damit der Familientradition; er entstammte einer Industriellenfamilie. Mit 20 Jahren ging er 1901 für ein Kunststudium an die Akademie nach Karlsruhe und setzte dies ab 1904 in München fort. Dort fand er auch den Kontakt zu dem Kreis von Künstlerinnen und Künstlern, der 1909 die „Neue Künstlervereinigung München“ gründete. Gründungsmitglieder waren neben Adolf Erbslöh Gabriele Münter, Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky und Alexander Kanoldt.

Zeitlich parallel zur Künstlergruppe Brücke war die Vereinigung eine zweite, zur Abstraktion strebende Hauptrichtung expressionistischer Kunst in Deutschland. Die erste Museumsausstellung der „Neuen Künstlervereinigung München“ fand 1910 im Städtischen Museum Elberfeld statt. Die zweite Station der Ausstellung folgte in der Ruhmeshalle im Barmer Kunstverein.

Im Folgejahr verließ Erbslöh die Münchner Künstlervereinigung und entwickelte seinen künstlerischen Stil weiter. Seine Werke folgen nun vermehrt den Prinzipien des Fauvismus und des Kubismus. Aus dieser Phase stammt auch das Gemälde „Haus im Garten“. Mit einer eigenen Ausprägung des Kubismus zerlegt er die Formen des Berghangs, strukturiert und bändigt sie mittels fester Konturlinien und nutzt eine Farbpalette aus abgestuften Grün-, Türkis-, Violett- und Ockertönen. Einzig die von Bäumen umschlossene Villa bleibt in ihrer dreidimensionalen Erscheinung erhalten. Damit ist ein Bild seiner persönlichen Erfahrung mit seiner Bergischen Heimat entstanden, das nicht das Milde und Einladende, sondern das zuweilen Bedrohliche und Dunkle dieser Gegend herausarbeitet.

Das Gemälde ist seit 1918 in der Sammlung von August von der Heydt in Elberfeld nachweisbar. Von seinem Sohn Eduard von der Heydt wurde es dem Museum 1952 geschenkt.

Ort & Datierung
1912
Material & Technik
Öl auf Pappe
Abmessungen
72 x 50 cm
Museum
Von der Heydt Museum
Inventarnummer
G 0716
0:00
Offline