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#260

Trunk

Kramer, Harry (1925-1997) | Künstler:in

Harry Kramers „automobile Skulpturen“ werden von Arnold Bode auf der documenta 3 (1964) in der Ausstellungsabteilung „Licht und Bewegung“ neben den kinetischen Werken von Jean Tinguely, Jesús Rafael Soto und der ZERO-Künstler gezeigt.

In den 1970er Jahren gelangt eine der charakteristischen beweglichen Drahtskulpturen auch in die Sammlung des Von der Heydt-Museums: „Trunk“, 1964. Das Stamm-ähnliche Drahtgeflecht ist im Inneren mit einem System beweglicher Elemente versehen, die über ein Gummiband verbunden sind. Angetrieben wird das Ganze durch einen sichtbar angebrachten Elektromotor. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten kann das lange nicht gezeigte Werk nun wieder in voller Funktion präsentiert werden. „Trunk“ wurde dank der Erfahrung von Kramers ehemaligem Assistenten Wolfgang Hahn nicht nur restauriert, die bis dato unbetitelte Arbeit konnte auch als das im Werkverzeichnis als verschollen gekennzeichnete Werk „Trunk“ identifiziert werden.

Harry Kramer ist mit seinem mechanischen Theater (1952), den „automobilen Skulpturen“ und einigen ausgezeichneten Experimentalfilmen ein international vielbeachteter Künstler. Inspiriert wird er stets durch seine Tätigkeit als Tänzer. 1970 geht er als Professor an die Kasseler Hochschule für Bildende Künste. Er stellt sein eigenes künstlerisches Schaffen zurück, um unter dem Namen „Atelier Kramer“ gemeinsam mit seinen Studierenden Kunst zu machen und zu präsentieren. Die Künstler-Nekropole im Habichtswald in Kassel ist sein letztes großes Kunstprojekt. Künstler:innen von „documenta-Rang“ errichten dort zu Lebzeiten ihre Grabmäler.

 

Material & Technik
Draht, bewegliche Teile, Elektromotor
Museum
Von der Heydt Museum
Datierung
um 1964
Inventarnummer
P 0315
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