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#257

Octet

Steiner, Michael (1945-) | Bildhauer:in

Michael Steiner malt zunächst Acrylbilder, bevor er sich der Skulptur zuwendet. Durch Künstler wie Frank Stella (USA) und Winfried Gaul (D) begegnet Steiner Fragen des Verhältnisses von Bildfläche und Umriss sowie von Bild und Wand, die sich auf seine Bodenplastiken übertragen lassen. So beschäftigt er sich mit den ästhetischen Fragen von Figur und Grund, mit dem Verhältnis der Skulptur zum Boden.

Die Sensibilität für das vorgefundene Material, die die Minimal Art geweckt und erheblich verfeinert hat, lässt Steiner in den späten 1960er Jahren zu seinen Stahlplastiken kommen. Die spannungsvolle Asymmetrie und Individualität der einzelnen Arbeiten wiederum stellt eine Abwendung von der Minimal Art dar.

Steiner arbeitet mit Blick auf seine Vorgänger. Vor allem die angloamerikanische Stahl- und Eisenskulptur ist für die Arbeiten Steiners wichtig. Hier ist neben David Smith und Alexander Calder (beide USA) vor allem Anthony Caro (GB) zu nennen. Caro, von dem das Von der Heydt-Museum ein „table piece“ besitzt, gilt als einer der Wegbereiter der sockellosen Skulptur, die eine neue Beziehung zwischen Kunstwerk und Betrachter:innen herstellt.

1978 hat der Kunst- und Museumsverein Wuppertal eine Ausstellung mit Steiners Skulpturen in der Kunsthalle in Barmen präsentiert.

Material & Technik
Corten-Stahl, angerostet
Museum
Kunst- und Museumsverein
Datierung
1978
Inventarnummer
KMV 1978/5
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