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#255

Standgitarre

Jones, Joe (1934-1993) | Künstler:in

1963 wird Joe Jones Mitglied der Fluxusbewegung und nimmt mit seiner ersten Performance mit Musikmaschinen am „Yam Festival“ in New Brunswick, New Jersey, teil. Nach seiner Dienstzeit bei der U.S. Air Force studiert er Jazz zunächst in einer New Yorker Musikschule, dann in der Klasse von Earle Brown auf Empfehlung von John Cage. Dort lernt er Dick Higgins und Alison Knowles kennen.

Während die beiden 1961 eine Reise nach Europa machen, hütet Jones ihr Atelier und beginnt Musikmaschinen zu bauen. Er verwendet kleine Motoren, angetrieben durch Batterien, die über einer Gitarre, einem Xylophon, einer Trommel oder Geige, neben Glocken, in Tamburinen oder im Inneren eines Klaviers hängen. Wenn die Energiequelle eingeschaltet ist, spielt das Objekt sich selbst.

1969 eröffnet Jones seinen Music Store in New York. An der Tür bringt er verschiedene Knöpfe an, über die sich seine Musikmaschinen im Schaufenster bedienen lassen. Mittels eines Lautsprechers wird der Ton nach außen getragen, sodass Passant:innen Tag und Nacht ein eigenes kleines Konzert performen können. Er präsentiert dort auch eigene Performances und anderer Musiker:innen, wie Yoko Ono und John Lennon. 1970 findet in seinem Music Store die Fluxus-Performance „Grapefruit Events für Yoko Ono and John Lennon“ statt.

Material & Technik
Gitarre, Motor, Batterien, Metallständer, Holzplatte
Museum
Von der Heydt Museum
Datierung
1968/71
Inventarnummer
P 0347
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