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ohne Titel

Voth, Hannsjörg (1940-) | Künstler:in

Hannsjörg Voth ist seit den 1970er Jahren für seine Aufsehen erregenden Land-Art-Projekte bekannt. Kosmische und archaische Ideen und Symbole zeichnen diese ebenso aus wie eine besondere Aufmerksamkeit für die Beziehung von Mensch und Natur – ein zeitloses und gerade heute wieder höchst aktuelles Thema.
Die Arbeit „Feldzeichen“ (realisiert im April 1975 in Ingelsberg, Oberbayern) war die erste im Außenraum konzipierte und durchgeführte Aktion. Auf einer freien Anhöhe, die ihm von den Ansässigen dafür überlassen wurde, hat der Künstler mit Hilfe von 45 Einheimischen und Freunden vier 28 Meter hohe Fichtenstämme in einem Abstand von 4,5 Metern aufgerichtet. Die Stämme waren umwickelt mit weißen Leintüchern und mit Stricken verschnürt. Die „Feldzeichen“ riefen Erinnerungen an kulturelle Traditionen wie das Maibaumpflanzen wach und erinnerten zugleich an Marterpfähle. Vorgesehen war, dass die „Feldzeichen“ ein Jahr am Ort stehen blieben. Doch nur zwei Monate nach ihrer Errichtung wurden die Stämme von Unbekannt umgesägt.
Die drei umwickelten Holzstangen, die bereits ein Jahr vor der Aktion entstanden, können als Vorarbeit zu den "Feldzeichen" gesehen werden.
 

Material & Technik
3 Holzstangen umwickelt mit Rosshaar und Bindfaden verschnürrt
Museum
Kunst- und Museumsverein
Datierung
1974
Inventarnummer
KMV 2021/16
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