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#241

Kassiopaia

Vasarely, Victor (1906-1997) | Maler:in

Victor Vasarely, 1908 in Ungarn geboren, studiert unter anderem am Budapester Bauhaus, bevor er 1930 nach Frankreich übersiedelt. Er ist bereits ein bekannter Werbegrafiker, der nebenbei eigene freie Arbeiten betreibt, als er sich schließlich 1944 ganz der Malerei zuwendet. Während seiner Übergangs- und Experimentierphase in den 1940er Jahren, beschäftigt er sich eine Zeitlang mit informeller Malerei. Sein „kinetisch-abstrakter" Stil beginnt 1951, wobei seine Bilder mit den Jahren immer farbiger werden. Vasarely geht es nicht mehr darum, kontrastierende geometrische Formen innerhalb einer asymmetrischen Komposition ins Gleichgewicht zu bringen, wie dies noch bei Moholy-Nagy oder Dexel in den 1920er und 30er Jahren der Fall war. Vielmehr will er eine völlig neuartige optische Wirkung erzielen. Ein wesentliches Merkmal seiner Werke ist die bewusste Durchbrechung des Flächencharakters eines Bildes durch die Erzeugung von Plastizität und Räumlichkeit ohne Anwendung perspektivischer Konstruktionsmittel. Bei „Kassiopaia" stellt er zunächst ein regelmäßiges Raster aus schwarzen Rundformen auf weißem Grund dar. Den oberen Bildrand beherrschen ein violettes Quadrat und ein angeschnittener schwarzer Kreis. Am unteren Rand meint man ein violettes Dreieck zu erkennen. Erst bei exakter Betrachtung ergeben sich weitere geometrische Bezüge. Der Bildzusammenhang erschließt sich erst aus der intensiven Betrachtung. Der Sehvorgang ist zu einem zentralen Teil der Kunst geworden. Vasarely ist der wichtigste Vertreter der „Optical Art".

Material & Technik
Leinwand
Museum
Kunst- und Museumsverein
Datierung
1957
Inventarnummer
KMV 1967-68/1
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