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#227

Komposition 76/61

Brüning, Peter (1929-1970) | Maler:in

In den Jahren 195052 studiert Peter Brüning an der Stuttgarter Akademie bei Willi Baumeister. Ein sich anschließender zweijähriger Aufenthalt in der Nähe von Paris konfrontiert den jungen Künstler mit den in der französischen Hauptstadt lebenden Pionieren des Informel wie Wols und Hans Hartung. Brüning trägt wesentlich zur Durchsetzung dieser Stilrichtung in Deutschland bei. Er entwickelt ein individuelles Kompositionsschema aus Farbe, spontaner Gestik und kalligrafischen Chiffren, das sich rhythmisch um die Bildmitte konzentriert entfaltet. 

Seit 1963 entstehen neuartige „Landschaftsbilder“, indem Brüning mit Symbolen des öffentlichen Verkehrs Zeichen in die Landschaft setzt. Ein Beispiel ist sein Autobahndenkmal, das in Wuppertal an der A 1 steht.

Brüning entwirft zudem Kompositionen auf der Basis von Landkarten. Dazu schreibt er: „Mit meinen ersten kartographischen Bildern unterwarf ich meine freie gestische Handschrift einem Objektivierungsvorgang der Disziplin einer Syntax. … Einer allgemeinverbindlichen Sprache entspricht eine allgemeinverbindliche Ästhetik. Die Natur gesehen durch ein industriell vorgefertigtes Vokabular. Wenn das Zeichen zum Objekt wird, wird jedes Element des Kodes zu einem realen Element der bezeichneten Wirklichkeit.“ (1970, aus: R.-G. Dienst: Deutsche Kunst, eine neue Generation, Köln 1970)

Material & Technik
Leinwand
Museum
Von der Heydt Museum
Datierung
1961
Inventarnummer
G 1099
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