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#216

Superficie 395

Capogrossi, Giuseppe (1900-1972) | Künstler:in

Der Italiener Capogrossi malt zunächst figurativ, bevor er um 1950 mit einem gänzlich neuen Malereikonzept beginnt: Er erfand stilisierte Bildzeichen, die einem Kamm, einer Klaue, einer Blüte oder einer magisch-archaischen Hieroglyphe ähneln. Dieses reduzierte, minimalistische Figurenarsenal liefert die Motive für alle weiteren Bilder. Damit wendet er sich von einer Malerei, die erzählerisch, persönlich und emotional ist, ab und verfolgt eine Malerei als Malerei, die eben nicht mehr erzählt, als auf der Leinwand zu sehen ist.

Seine Bilder leben vom Charakter des einzelnen Zeichens, vom Rhythmus der Einzelteile im Gefüge, von der Struktur, zu der sich die Bildzeichen verzahnen und verklammern. Die Bildfläche ist zumeist hell, es gibt keine illusionistische Tiefe, betont wird die Zweidimensionalität der Figuren wie auch des Bildgrundes. Seine Werke nennt er ausnahmslos „Superfice“ (Oberfläche).

Material & Technik
Leinwand
Museum
Von der Heydt Museum
Datierung
1960
Inventarnummer
G 1106
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