QR-Code

#211

Courbes fines rouge et noires

Soto, Jesús Rafael (1923-2005) | Künstler:in

In den Werken von Jesús Rafael Soto, von denen insgesamt vier in diesem Raum gezeigt werden, sind visuelle Wahrnehmung und Teilhabe der Betrachter:innen von zentraler Bedeutung.

Soto studiert an der Kunsthochschule in Caracas, Venezuela, geht aber 1950 nach Paris, wo er den Op-Art-Künstler Victor Vasarely sowie Jean Tinguely und seine Maschinenplastiken kennenlernt. Er beginnt mit optischen Illusionen zu experimentieren und kinetische Objekte zu konstruieren.

Seine Werke bestehen aus Holz- und Plexiglasscheiben, Drähten oder pendelnden Stäben. Er konstruiert mit gegeneinander versetzten konzentrischen Kreisen, übereinandergelegten Strukturen oder an Nylon hängenden Stäben. Sie sind visuell schwer fassbar und scheinen vor den Augen zu vibrieren. Bekannt ist Soto vor allem durch seine Rauminstallationen, den „Pénétrables“: von Rahmenkonstruktionen herabhängende, dünne Röhren, durch die die Betrachter:innen hindurchgehen können.

Soto bewegt sich im Umkreis der ZERO-Künstler. Sie stellen auf vielen Ausstellungen gemeinsam aus, unter anderem 1959 bei „Vision in Motion / Motion in vision“ im Hessenhuis in Antwerpen – eine der ersten Ausstellungen, die diejenigen Künstler vereint, die an der Idee eines Neuanfangs und Aufbruchs in der Kunst teilhaben.

Material & Technik
Pressspanplatte gerahmt, Eisendrahtstäbe, Metallbügel, Nylon
Museum
Von der Heydt Museum
Datierung
1965
Inventarnummer
P 0266
0:00