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#207

Seraph

Horschik, Adelheid (1924-1986) | Bildhauer:in

Adelheid Horschik gehört zur lebhaften Wuppertaler Kunstszene der 1950er und 60er Jahre. Sie war Malerin, Bildhauerin und entwarf Mosaike und Glasfenster. Ihre Werke wurden bereits in den 1950er Jahren in der legendären Wuppertaler Galerie »Parnass« gezeigt. Im Wuppertaler Gerichtssaal des Landgerichts hängt noch immer eines ihrer Mosaike, „Das salomonische Urteil“ von 1955, an der Wand hinter der Richterbank. Die katholische Kirche St. Michael in Elberfeld und die Evangelische Kirche in Solingen-Gräfrath sind mit Glasfenstern der Künstlerin ausgestattet.

Ihre Skulptur aus feinen Bronzeplatten beschreibt eine figürliche Gestalt in stark abstrahierter, expressiver Manier. Von zwei aufgefächerten, Rücken an Rücken stehenden Achsen ausgehend, breiten sich unregelmäßige Elemente flügelartig aus. Wie der Titel „Seraph“ verrät, ist ihre Figur eine Anspielung auf Engel (Seraphim). Ihr Gemälde „Komposition (Bild III)“, das ein paar Jahre früher entsteht, ist gegenstandsfrei komponiert, ohne jeglichen Bezug zur Figur. Es ist als Ankauf aus der Jahresschau der Bergischen Künstler 1961 in die Museumssammlung gelangt.

Material & Technik
Bronze
Museum
Von der Heydt Museum
Datierung
1966
Inventarnummer
P 0276
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