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#204

Gizeh VIII a + b

Gaul, Winfred (1928-2003) | Künstler:in

Zwei riesige Dreiecke aus Leinwand – jeweils eine Seite ist mit einem grellgelben Streifen versehen. Wassily Kandinsky hatte Gelb dem Dreieck zugewiesen. Gelb und die spitzwinklige Form, beides wird als warm empfunden, je spitzer, desto wärmer. Gaul nennt sein Bild „Gizeh“ – und man assoziiert sofort das Bild von Pyramiden in der Sonne. Dennoch, Gaul zeigt keine Bilder über oder von Pyramiden. Vielmehr handelt es sich bei den Leinwänden um ein ganz konkretes Gegenüber, das ein unmittelbares, direktes Erlebnis vermitteln will, ähnlich wie der reale Besuch der Pyramiden in Ägypten.

Denn Leinwand und Bild sind identisch; es ist nichts „auf“ der Leinwand; die Leinwand selbst ist das Bild. Die Bildelemente agieren nicht bildimmanent, sondern sie agieren mit dem Raum, mit den Betrachtenden im Raum. Das Werk ist somit nicht ein Spiegel der Realität, sondern ist selbst Realität.

Material & Technik
Acryl auf Leinwand
Museum
Von der Heydt Museum
Datierung
1971
Inventarnummer
G 1656
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