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#206

Doppelstele Nr. II

Beck, Gerlinde (1930-2006) | Bildhauer:in

Die Bildhauerin und Malerin Gerlinde Beck studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart unter anderem bei Willi Baumeister und absolvierte eine Feinblechner-Lehre. 1962 stellt sie ihre Serie der „Stelen“ in der Galerie „Parnass“ in Wuppertal aus. So auch die Arbeit „Doppelstele Nr. II“ aus der Sammlung des Von der Heydt-Museums, die in dem Zusammenhang angeschafft wurde.

In ihrer Konstruktion spielt sie mit den Grenzen des Gleichgewichts. Aufeinandergetürmte Kuben unterschiedlichen Volumens erzeugen eine Spannung, die nie stabilisiert wirkt. Mit ihren gestapelten Formen bewegt Gerlinde Beck sich auf der Grenze zwischen dem Figurativen und dem Gegenstandslosen. Zwar sind in ihren Stelen keine menschlichen Züge mehr erkennbar, Proportionen und Maßeinheiten entspringen jedoch der Beschäftigung mit ihrem eigenen Körper. Wo die aufeinandergetürmten Kuben zu stürzen drohen, kann auch ein Balancieren des eigenen Körpers wahrgenommen werden.

Die „Stelen“ sind frühe Arbeiten der Künstlerin. Später wurde sie vor allem bekannt durch ihre Klangskulpturen im öffentlichen Raum.

Material & Technik
Eisenblech
Museum
Von der Heydt Museum
Datierung
1964
Inventarnummer
P 0257
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